OSTEOPATHIE

Das Leben besteht in der Bewegung - Aristoteles

Der Ansatz von Osteopathie: LEBEN ZEIGT SICH IN FORM VON BEWEGUNG.

Und umgekehrt: Wo Bewegung verhindert wird, entstehen Krankheiten. Die Osteopathie hat sich zum Ziel gesetzt, diese Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu lösen.

Bewegungen geschehen willentlich über die Skelettmuskulatur oder vegetativ (nicht bewußt steuerbar).  Beispiele für unbewusste Bewegungen sind unsere Atmung, wie unser Verdauungssysten arbeitet oder unser Herz schlägt.

All diese Bewegungen finden kaum vereinzelt statt, sondern setzen eine ganze Kette an Bewegungen in Gang.

Selbst beim Gehen arbeiten Muskeln, vom Fuß, bis zu den Schultern. Die Verdauungsorgane funktionieren nicht einzeln, sondern nur im Zusammenspiel miteinander.

Muskeln, Knochen, Organe etc. können nur funktionieren, wenn sie hinreichend und kontinuierlich versorgt werden - mit  Impulsen aus dem Nervensystem, Sauerstoff, Nährstoffen, Hormonen. Außerdem müssen sie über die Abflusswege des Körpers wieder gereinigt werden.

Befinden sich diese Versorgungskreisläufe des Menschen im "Fluss", dann ist der Körper in der Lage sich selbst zu heilen.

Osteopathen*innen kennen den anatomischen und funktionellen Zusammenhang und das Zusammenspiel der einzelnen Faktoren und Stellschrauben. Sie sind in der Lage mit den Händen Bewegungseinschränkungen und Blockaden aufzuspüren und diese zu beheben.

Im weiteren finden Sie kurz erläutert die 3 unterschiedlichen Bereiche der Osteopathie, die jedoch nicht getrennt voneinander zu verstehen sind, sondern im Körper als Einheit funktionieren und auch behandelt werden.

 

PARIETALE OSTEOPATHIE

Der Bewegungsapparat

Dies ist der Bereich, der sich mit den Faszien, Muskeln, Knochen und Gelenken des Körpers befaßt, also mit allen Strukturen, die dem Halte- und Bewegungsapparat zugerechnet werden.
Falsche oder übermäßige Beanspruchung, aber genauso auch fehlende Belastungen, können das Gleichgewicht zwischen den Funktionen der Knochen, Muskeln und Gelenke stören. Die parietale Osteopathie erkennt und behandelt ein solches Ungleichgewicht.

VISZERALE OSTOPATHIE

Die Mobilität der inneren Organe

Dies ist derjenige Teil der Osteopathie, welcher sich mit der sanften Behandlung innerer Organe (Viszera) befasst. Es wird dabei die Beweglichkeit der Organe zueinander und zu dem sie einhüllenden oder stützenden Muskel- und Bindegewebe getastet und verbessert.  Ziel ist es die Funktion der Organe zu unterstützen, anzuregen und zu verbessern sowie die Selbstheilungskräfte zu fördern. Die viszeralen Strukturen befinden sich im engen Zusammenspiel mit den Strukturen des Bewegungssystems. Dies geschieht über mechanische und neurologische Verbindungen. So können zum Beispiel Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule oder Muskeln Ihren Ursprung im viszeralen System haben.

KRANIO-SAKRALE OSTEOPATHIE

Sanft und subtil im Rhythmus

Hier geht es um die funktionelle Einheit zwischen „Kranium“ (Schädel) und „Sakrum“ (Kreuzbein). Diese sind über die Wirbelsäule und die Dura Mater (Hirnhaut)  miteinander verbunden. Der Schädel und die Wirbelsäule sind von innen mit Membranen ausgekleidet, die aus den Hirn- und Rückenmarkshäuten gebildet werden. Darin befindet sich das Hirnwasser (Liquor), welches Gehirn und  Rückenmark umfließt und sich in einer permanenten rhythmischen Pulsation befindet. Das Kranio-Sakrale-System befindet sich in enger Wechselbeziehung sowohl zum Nerven-, Gefäß- und Lymphsystem, als auch zum Hormon-, Atmungs-, Muskel- und Skelettsystem.

WO KANN IHNEN DIE OSTEOPATHIE HELFEN?

mögliche Anwendungsgebiete

Die Osteopathie kann dort Anwendung finden, wo funktionelle Störungen die Ursache für die Beschwerden sind. Hier kann Sie als primäre Therapie oder auch begleitend zu anderen medizinischen Maßnahmen eingesetzt werden.

Hierzu zählen Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, wie beispielsweise im Lendenwirbelbereich, ISG Beschwerden, Wirbelblockaden, Beckenschiefstand, Nackenbeschwerden, HWS-Syndrom

Osteopathie trägt dazu bei, Gelenkbeschwerden verschiedener Art wirksam zu behandeln. Sie wirkt unterstützend bei Arthrose, post-operative Behandlungen oder sonstigen Bewegungseinschränkung. Blockaden eines Gelenkes können behoben werden. Ebenso die Ursache einer (chronischen) Tendinitis (Sehnenscheidenentzündung) kann identifiziert und beseitigt werden.

 

Bei Muskelschmerzen, die durch Muskelverspannungen, -Überdehnungen oder auch Muskelschwäche entstehen kann Ihnen Osteopathie Linderung verschaffen oder Sie sogar ganz auflösen. 

Neurologische Symptome des peripheren Nervensystems, wie ausstrahlende Schmerzen, Empfindungsstörungen, z.B. Taubheitsgefühl oder Kribbeln an den Extremitäten (Arme, Hände, Beine und Füße) sollten IMMER erst medizinisch abgeklärt werden, bevor eine osteopathische Behandlung erfolgen kann (die Befunde bitte zum Ersttermin mitbringen). Sollte keine Kontraindikation vorliegen, kann auch hier eine Verbesserung bis hin zum Verschwinden der Symptome erreicht werden. 

Auch bei verschiedenen Arten von Kopfschmerzen Art, kann Osteopathie erfolgreich eingesetzt werden. Ebenso bei Migräne, Schwindel oder auch Kiefergelenksbeschwerden. 

Beschwerden eines Organsystems, wie beispielsweise des Verdauungssystems (Magen, Darm u.a.), des Urogenitalsystems (Blase u.a.) oder gynäkologische Beschwerden (Menstruationsbeschwerden u.a.) kann die Osteopathie effektiv manuell behandeln. Entweder begleitend zu einer medizinischen oder medikamentösen Therapie oder primär sollte die Ursache medizinisch nicht klar identifizierbar sein.

Die Osteopathie stellt eine gute Behandlungsoption für postoperative Narben und Verwachsungen dar. Hier darf jedoch erst frühestens 6 Monate nach einer OP mit der Behandlung begonnen werden. Dann kann Sie dazu beitragen Folgebeschwerden aus diesen Eingriff zu verhindern bzw. abzumildern.

Durch Ihre potenziell vegetativ ausgleichende Wirkung, kann Osteopathie nachhaltig Erschöpfungszustände oder auch übermäßige Stressbelastung reduzieren.